Plesk 10 Eigenarten

Plesk 10 ist jetzt schon einige Monate draussen. Damals konnte ich es kaum erwarten, da es die erste Plesk Version ist, welche die Ubuntu Longterm 10.04 unterstützt. Man sollte wissen, dass sich mit Plesk 10 vieles ändert. In jedem Fall ist Eingewöhnung für Admins und Kunden angesagt.

Was anders ist

  • Es gibt jetzt ein Plesk-Panel für den Server-Admin, wo er – das ist neu – Subscribtions anlegt. Man könnte sagen, eine Domain entspricht einer Subscription. Aber: Eine Subscription kann auch mehrere Domains enthalten. Das Panel ist mehr oder weniger im gewohnten Layout.
  • Ein weiteres (neues) Panel ist das Control-Panel für den User bzw. Subscriptionsinhaber. Dort werden jetzt Mailkonten, Hostingeinstellungen etc. verwaltet. Auch der Serveradmin muss damit arbeiten.
  • Neu im Control-Panel bei den Hostingeinstellungen ist, dass man den Mountpoint des httpdocs Verzeichnisses angeben kann. Bei Subscribtions mit mehreren Domains kann das jeweilige Dokumentenverzeichnis so beliebig gewählt werden – z.B. /domain1, /domain2 unterhalb der Hauptdomain. Merkwürdig dabei ist, dass trotzdem unter /vhosts ein Verzeichnis für die Domain angelegt wird.  Dieses scheint nur für die Meta Daten da zu sein – es enthält z.B. die Statistiken, Logs und das conf-Verzeichnis – nur eben kein httpdocs. Ich freue mich schon auf das Support-Chaos. Ach ja, Subdomains gibt es auch noch wie gehabt.
  • Das neue Control-Panel mag einfacher sein, ist aber jedenfalls für Umsteiger völlig neu.
  • Apache-Konfiguration: Es soll möglich sein, mittels Templates (global)  z.B. die Apache-Konfiguration zu beeinflussen – was früher nicht möglich war. Es gibt auch im /conf Verzeichnis der jeweiligen Domain keine httpd.include mehr, sondern mehrere generierte Dateien mit einem Timestamp im Dateinamen. Man erkennt am Datum welche Datei wohl vom Webserver eingebunden wird. (Ich habe den Eindruck, dass hier alte Configdateien nicht gelöscht werden…). Ich gucke da manchmal rein, um zu sehen was Plesk mit der Apache-Konfig anstellt – um dies dann mit der vhosts.conf zu beeinflussen.  Zum Glück kann die gute alte vhost.conf nach wie vor verwendet werden.

Einige mir bekannte Bugs mit dem Migration-Manager:

  • Bei Postfächern werden keine Unterordner migriert
  • Im /httpdocs Verzeichnis werden keine Dateien mit „.“ am Anfang migriert (z.B. „.htaccess“)

Ich warte erst mal mit Migrationen und Updates bestehender Systeme auf das erwartete Update Plesk 10.1 .

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